Montag, 21. August 2017

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Ortsgemeinde Winningen …

… erwähnt 871 als Windinge

Winningen

Die Winninger waren – und sind vielleicht auch heute noch – ein besonderes Völkchen an der Terrassenmosel. Das hat historische Gründe, ist bedingt durch die Zugehörigkeit zur Hinteren Grafschaft Sponheim, die 1557 zur Einführung der Reformation führte.  Während alle übrigen Untermosel-Gemeinden katholisch blieben, wurden die Winninger evangelisch. Das führte zu einer gewissen Abgeschlossenheit gegenüber den Nachbarn, zur Entwicklung eigener Sitten und Gebräuche, eines eigenständigen Dialektes und auch zu einem engen Sozialgefüge, das bis heute fortwirkt. Auch der Spitzname „Blauköpp“ kommt daher: die evangelischen preußischen Soldaten hatten blaue Kopfbedeckungen, die zum Synonym für alle Evangelischen wurde.

Prägend für Winningen ist die Mosel mit ihrem steil aufragenden linksseitigen Ufer, das von den Winzern über die Jahrhunderte hindurch zu einer monumentalen Wein-Kultur-landschaft geformt wurde. Mehr als fünfundzwanzig Weinbergsterrassen türmen sich im Uhlen übereinander und bilden ein großartiges Weinbergs-Amphitheater, im dem weltweit einzigartige Weine wachsen.

Und so prägt der Weinbau das Dorf und das Leben der Winninger. Rund zwanzig Winzerbetriebe bewirtschaften die Weinberge; die Vinothek im Winninger Spital bietet einen Überblick über das breit gefächerte Angebot, bei dem der Riesling dominiert.

Straußwirtschaften, Gutsschänken und Restaurants laden ebenso ein wie die Winninger es bei vielen Festen und Veranstaltungen tun. Seit einigen Jahren spielt neben dem Wein speziell bei den „Kunsttagen Winningen“ auch moderne Kunst eine wichtige Rolle. So sind die Winninger bei aller Traditionsliebe stets auch offen für Neues.

Das war auch August Horch, Winningens Ehrenbürger, der als Gründer der Automobilfirmen Horch und Audi zu den Pionieren des deutschen Automobilbaus zählt. Und den die Winninger mit einem speziellen Wein, der August-Horch-Edition, ehren.

Im eng bebauten Ortskern mit einigen hübschen Fachwerkhäusern gibt es u.a. die heutige, ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert stammende evangelische Kirche sowie den im 19. Jahrhundert angelegten Weinhof mit dem Weinhexbrunnen und den im 20. Jahrhundert angelegten Marktplatz. Außerhalb der Ortslage gibt es einen der ersten Gedenksteine für die Opfer der Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert und aus neuerer Zeit die architektonisch bemerkenswerte Moseltalbrücke, die den Fluss in 137 Metern Höhe überquert.

 

Alle Kulturdenkmäler und -stätten von Winningen auf einen Blick: