Mittwoch, 28. Juni 2017

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Ortsgemeinde Lehmen

Lehmen ist ein typischer Weinort der Untermosel. Mit ihm verbunden ist der Ortsteil Moselsürsch. Dieser liegt etwa 1,5 km Luftlinie entfernt auf dem Maifeld. Der urkundlichen Überlieferung nach wurden Lehmener Weinberge bereits im Jahre 973 durch Kaiser Otto I. benannt und dem Kloster Echternach geschenkt.

Nun, auch Mönche trinken gerne guten Wein und als solcher war der Lehmener damals schon weit über seine Grenzen bekannt. Heute werden die Weinlagen „Ausoniusstein", „Lehmener Würzlay", „Lehmener Klosterberg" und „Lehmener Lay" bewirtschaftet. In den terrassenförmig angelegten Steillagen reift jedes Jahr der Riesling heran. Aber auch Landwirtschaft wird noch in Lehmen/Moselsürsch betrieben. Die Äcker befinden sich auf dem fruchtbaren Maifeld. Lehmen ist ein altes Handwerkerdorf in dem früher viele Männer in der oft beschäftigungslosen Winterzeit als Bruchsteinmaurer oder als Mistträger den Lebensunterhalt für die Familie bestreiten mussten.

Aus diesen kargen Zeiten stammt auch der Spitzname „Lehmener Razejung". Sie trugen, in den aus Haselnussstöcken hergestellten Tragekörben, den sogenannten „Razen", Stallmist zur Düngung der Weinstöcke bis in die höchsten Küre, so bezeichnet man die Terrassen im Weinberg, hinauf. Diese Arbeit verrichteten die Razejungen so gut, dass sie auch in den Nachbarorten damit beauftragt wurden, z. B. von den „Gondorfer Stehkragen". Heute erinnern die „Lehmer Razejunge" im Rahmen des traditionellen Misttragens an diese schwere Arbeit der Vorväter.

Weithin sichtbares Wahrzeichen Lehmens ist der Glockenturm der ehemaligen St. Kastorkirche. Der fünfgeschossige romanische Turm stammt aus dem 10. Jahrhundert. Seine Aufgabe heute ist es, mit seiner Turmuhr und dem Glockenstuhl den Lehmenern und dem, in direkter Nachbarschaft im Rathaus sitzenden Ortsbürgermeister anzuzeigen, was die Stunde geschlagen hat. Die heutige Pfarrkirche der Lehmener ist die St. Kastor-Kirche, sie stammt aus dem Jahr 1762.

Als besondere Attraktion gilt der Würzlaysteig zwischen Lehmen und Löf. Der Wanderweg führt oberhalb von Lehmen aus über den Weinbergen verlaufend an der Moselstaustufe und der Reiherschussinsel vorbei hinauf zum Ausoniusstein. Von hier und auf dem Weg dorthin bieten sich dem Wanderer grandiose Ausblicke ins belebte Moseltal.

Der Fremdenverkehr ist nur gering ausgeprägt. Übernachtungsmöglichkeiten sind vorhanden, die Verkehrsanbindung mittels Straße und Schiene ist gut.

 

Alle Kulturdenkmäler und -stätten von Lehmen auf einen Blick: