Mittwoch, 28. Juni 2017

Die Ortschaften

interaktive Karte Kulturraum Untermosel

Hier geht es zur interaktiven Karte.

Suchen

Aktuelles | Infos

VHS Rhein-Mosel

Mehr Infos zur → VHS Untermosel

Kulturförderung

KSK Mayen

KSK Koblenz

Attraktive Untermosel

Logo Sonnige Untermosel  Moselweinkultur Traumpfade

DESIGN & REALISIERUNG

Haag-Medien

Ausblicke Natur- u. Kulturlandschaften Löf

Aussichtspunkt Kanaul zwischen Löf und Kattenes auf den Moselhöhen

Blick vom KanaulBlick vom Kanaul auf Löf (rechts) und auf der gegenüberliegenden Seite der Mosel Brodenbach.

Die höchste Erhebung der Gemarkung Löf mit Blick über die Mosel und auf die Orte Löf, Brodenbach und Alken ist 242 Meter hoch. Von diesem Höhenzug aus kann man weiter in Richtung Kattenes und Lehmen über den Würzlaysteig wandern.  Auf der Südseite kann man in das Nachtigallental absteigen. Auf dem Weg nach unten kommt der Wanderer an Buchsbaumbüschen vorbei. Hier an der Untermosel ist die nördlichste Grenze des Verbreitungsgebietes des Buchsbaumes zu finden. In dem geschützen Tal (Nachtigallental) zwischen Kanaul und Falkenberg (auf der gegenüberliegenden Seite) gedeiht er prächtig.

Vom Kanaul aus nach unten in den Hängen zur Mosel hin finden wir – wenn keine Weinberge angepflanzt sind -  wie fast überall an den Steilhängen der Mosel und in den Seitentälern Niederwald oder Stockausschlagwald. Die niedrige Höhe der Bäume erklärt sich durch den Austrieb der Schösslinge am Wurzelstock nach der Fällung der Bäume und dadurch, dass die Bäume schon im jugendlichen Alter gefällt werden. Zu den  typischen Baumarten des Niederwaldes zählen die Traubeneichen, die Hainbuche, manchmal auch die Buche und als Strauch die Haselnuss.

Schaut man sich auf dem Kanaul in der Nähe der kleinen Schutzhütte um, sieht man mehrere Vertiefungen im Boden, die mehr als ein Meter nach unten reichen und mehrere Meter Durchmesser haben können. Sie stammen aus der Endphase des 2. Weltkrieges. Im März 1945 kamen die Amerikaner aus Richtung Westen (Eifel) und trafen hier auf deutsche Truppen, die sich auf der anderen Seite der Mosel verschanzt hatten. Die Vertiefungen stammen von den amerikanischen Soldaten, die sich hier eingruben. Von hier aus nahm die amerikanische Armee Alken, Brodenbach, Burg Thurant und den Vorderhunsrück, wo es deutsche Truppen gab, unter Beschuss, ehe sie dann am 13. März 1945 auf die andere Seite der Mosel übersetzte.

Heute ist der Kanaul ein beliebter Aussichtspunkt für Wanderer.