Samstag, 24. Juni 2017

Die Ortschaften

interaktive Karte Kulturraum Untermosel

Hier geht es zur interaktiven Karte.

Suchen

Aktuelles | Infos

VHS Rhein-Mosel

Mehr Infos zur → VHS Untermosel

Kulturförderung

KSK Mayen

KSK Koblenz

Attraktive Untermosel

Logo Sonnige Untermosel  Moselweinkultur Traumpfade

DESIGN & REALISIERUNG

Haag-Medien

Historismus (ca. 1840 - 1910)

Sakrale Bauten Lehmen

Die Herz-Jesu-Kapelle auf den Oberen Lehmerhöfe

Herz-Jesu-Kapelle LehmerhöfeDie Kapelle auf den Oberen Lehmerhöfen wurde an der Stelle einer früheren alten Kapelle von Frau Katharina Remmel, geb. Dany († 24.06.1904), nach dem Ableben ihres Gatten und Gutsbesitzers Johann Remmel (1818-1891) im Jahre 1895 errichtet.

Bei dieser Kapelle handelt es sich um einen Backsteinbau im neugotischen Stil. Der Giebel ist als Schildgiebel ausgeführt und mit einem Sandsteinprofil abgedeckt. An der Eingangsgiebelseite ist das sandsteingerahmte Türportal zentral angeordnet. Die beiden seitlichen Spitzbogenfenster hatten ursprünglich eine Bleiverglasung. Im Inneren befindet sich eine Altarnische mit einem Altar. Der Innenraum hat ein Steingewölbe mit Kreuzgraten und dürfte noch aus der Erbauungszeit stammen. Ende der 1950er Jahre wurde sie erstmals restauriert. Seit dem 21. Januar 1986 steht sie als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. 1987 wurden die Außenwände, das Dach und die Eingangstüre denkmalgerecht instandgesetzt. 1999 wurde eine Innenrenovierung durchgeführt und im Jahre 2010 bekam sei einen neuen Innenanstrich , der im Altarbereich als Sternenhimmel ausgeführt wurde.

Außerdem wurde der Mittelgang mit einem neuen Bodenbelag versehen, der seitliche Holzboden erhielt einen neuen Anstrich.

Die Glocke der Kapelle trägt den Namen „Osanna“, welches übersetzt „Ach Herr, hilf doch!“ bedeutet. Ihr erster Einsatzort war als Messglocke in Engelport. Beim Bau der Kapelle wurde man durch eine Magd aus Mörsdorf,  die auf den Lehmerhöfen in Dienst  stand auf die Glocke aufmerksam gemacht. Sie stand bei einem Bauern in Mörsdorf in der Scheune und wurde sodann von Fräulein Heidger für 100 Taler gekauft.

Die Inschrift der Glocke lässt auf zwei Glockengießer schließen, entweder Clais von Enen oder Clais von Echternach, sie waren in der Zeit von 1461-1499 aktiv.

Osanna hat einen ganz feinen Klang als wäre sie aus Silber, die Lehmerhöfer bekommen ihn noch heute zweimal im Jahr zu hören an Heiligabend und an Silvester.